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Von der Kunstbrut bis hin zu den Rassegeflügelausstellungen bei Gänsen

hier ist zwischen 2 Brutmaschinenarten zu entscheiden , zum einen der Flächenbrüter oder zum anderen der Motorbrüter . Die meißten der Gänse und ,- Entenzüchter bevorzugen einen Motorbrüter , schon Aufgrund der größeren Ei Einlagekapazität . Ein Motorbrüter ist heutzutage , je nach Geldanlage , eine nahezu Vollautomatische "Glucke" . Die Motorbrüter können die Bruteier automatisch in einem nach eigenen Bedarf einzustellenden Intervall wenden , Befeuchten , Temperatur halten und Regeln sowie auch Kühlen . Die Brutmaschine sollte bei Eieinlage eine Temperatur von 37,8 C haben . Die Bruteier brauchen in den ersten drei Tagen nicht gewendet und nicht mit Wasser besprüht zu werden . Anschließend ist ab den vierten Tag ein Abkühlen der Eier täglich von 2 mal 30 Minuten oder einmal mindestens 45 Minuten zu empfehlen . Ich persönlich bin immer bestens damit gefahren die Bruteier einmal 45 Minuten abkühlen zu lassen was mit einem Abkühltimer geschieht . In dieser Abkühlphase läuft der Ventilator der Brutmaschine weiter aber die Heizung stellt sich aus , somit wird mit Zimmertemperatur die Brutmaschine belüftet , das heißt aber auch das die Brutmaschine in einem Raum mit konstanter Zimmertemperatur steht und mit ausreichender Frischluft auch bei wärmeren Tagen ausgestattet ist . Diese Zeit wenn die Brutmaschine die Bruteier nicht wärmt nutze ich um die Bruteier zu durchleuchten , Wasser in die Befeuchtungsbehälter nachzufüllen , die Bruteier mit Wasser zu besprühen usw. Die Luftfeuchtigkeit in der Brutmaschine sollte während der Vorbrut ( 1.Tag - 26. Tag ) bei 50-60 % liegen . Empfehlenswert ist das Wenden der Eier drei mal am Tag , aber auch zweimal täglich reicht aus . Hat die Brut ihren täglichen Ablauf so sollte man nach ca. 7 Tagen die Bruteier mittels einer Schierlampe durchleuchten um nicht befruchtete Eier aus der Maschine zu entfernen . Das sogenannte Schieren sollte dann nochmals nach ca. 2-3 Wochen wiederholt werden um abgestorbene Bruteier zu entfernen , damit die Brutmaschine und natürlich die wertvollen Bruteier von Brutungünstigen Gerüchen verschont bleiben . Ist dann der 26. Bruttag erreicht so sollte man die Bruteier von den Rollenhorden auf Schlupfhorden , bzw. vom Vor zum Schlupfbrüter umlegen , damit die frischgeschlüpften Jungtiere beim Schlupf weich sitzen . Ab diesen 26. Tag sollten die Bruteier nicht mehr gewendet werden , die Luftfeuchtigkeit sollte etwas erhöht werden auf 70-80 % , nachdem die Bruteier dann noch bis zum 28. Tag ruhig liegen beginnen die Entenküken und Gänsegössel die Eischale mit dem Eizahn aufzudrücken und nun kann der Schlupf beginnen . Die Küken oder auch Gössel sollten noch einige Stunden in der Brutmaschine bleiben bis dann Daunenkleid trocken ist . Nun werden die Jungtiere in ein Kükenheim mit ausreichender Wärme umgestallt . Dann kann die Aufzucht mit zuerst Starterfutter und nach drei - vier Wochen mit Aufzuchtfutter fortgeführt werden . Zusätzlich so früh wie möglich sollten die Jungtiere Gras aufnehmen können , natürlich nur bei geeignetem Wetter , bitte nicht die Jungtiere morgends wenn der Morgentau auf dem Gras ist oder bei Regen und kaltem Wetter heraus lassen . Bei Sonnenschein wachsen die Tiere am besten , Sie laufen vergnügt im Auslauf herum , zupfen am Gras , machen Ihre ersten Badeversuche und Ruhen sich bei einem Schläfchen aus um neue Kraft und Energie zu schaffen um weiter zu wachsen . Liegen die Jungtiere im Grünen und strecken beim Ruhen ein Bein nach hinten , so ist das ein Zeichen des Wohlbefindens und der Zeit des Wachsens . Mit dem älter werden der Tiere kann natürlich das Aufzuchtfutter nach 6-8 Wochen auf Körnerfutter umgestellt werden , je nach Rassen sollte man Weizen , Gerste und Hafer zufüttern . Ausreichend frisches Trinkwasser und ab und zu eine Bademöglichkeit sollte den Tieren natürlich zur Verfügung gestellt werden um dem Federwachstum die besten Vorraussetzungen Gewährleisten zu können . Je nach Rassen werden die Tiere im Alter von drei - fünf Wochen mit dem Bundesring beringt , denn nur so ist ein Ausstellen der Tiere auf einer Rassegeflügelschau möglich .

Der Züchter betrachtet jetzt im Wachstum täglich seine Jungtiere sehr genau und schon erblickt Er seine Top Favoriten aus den Herden . Zwei bis drei Wurmkuren sollten mit den Jungtieren gemacht werden um Vorrauszusetzen das die Tiere top fit sind und auch bleiben . Doch während dieser Zeit verändern sich die Tiere auch sehr oft , noch heute ist man ganz hin und weg von einem Tier so kann es morgen ein Fehler zeigen der nicht beim Züchter erwünscht ist . Die Aufzucht der Jungtiere ist eine sehr aufregende , interessante und auch immer wieder Erlebnissreiche Zeit bis hin zu den Rassegeflügelausstellungen die ab frühen Herbst beginnen . Nun kommt die Zeit , wo der Züchter nochmal richtig gefordert wird . Welche Tiere stellt man aus , welche entsprechen dem Standard und welche Tiere gefallen eventuell den Preisrichtern ? Die für die Ausstellung vorgesehenen Tiere werde aus der Herde herausgesucht , die Füße , der Schnabel und was noch nicht ganz so sauber ist , wie man es sich vorstellt , werden gereinigt . Los gehts die ausgesuchten Favoriten werden in bequeme Transportkisten gepackt und schnellstens zu der Ausstellungshalle gebracht , wo schon geräumige , mit Stroh gestreute Käfige vom Ausstellungsteam mit viel Mühe und Hingebung vorbereitet wurden . Die Tiere werden liebevoll in die Ausstellungskäfige gesetzt , es wird nochmal nachgeschaut ob sich die Tiere wohl fühlen . Wasser , Futter alles in bester Ordnung , so nun schaut der Züchter nochmal durch die Reihen der Tiere und verläßt zuversichtlich oder auch manchmal etwas skeptisch die Ausstellungshalle . Eine unruhige Nacht für den Züchter beginnt , seine Lieblinge so weit weg von der Heimat . Schon am nächsten morgen ganz in der Früh werden die Tiere in der Ausstellungshalle mit frischem wasser und Futter vom Ausstellungsteam versorgt . Kurz darauf kommen die Preisrichter in die Ausstellungshallen und sollen die Tiere nach besten Wissen und Gewissen und natürlich nach dem momentanen Standard bewerten . Vorzüge und Wünsche werden zu jedem Tier auf der Bewertungskarte erstellt , aber auch Mängel . Auch Preisrichter haben es nicht immer leicht , das Ausstellungsteam möchte so früh wie möglich die Bewertungskataloge erstellen und so bleibt dem Preisrichter nicht alle Zeit der Welt um das Tier noch seinem Vorzügen zu Beurteilen . Nach einem ansträngenden aber auch sehr schönen Bewertungstag verläßt der Preisrichter mit getaner Arbeit die Ausstellungshalle . Der Züchter zu Hause schaut schon ständig auf die Uhr und ist schon ganz aufgeregt und kann es kaum erwarten zur Ausstellung aufzubrechen um seine "Ernte des Jahres" zu betrachten . Wie haben die Tiere wohl abgeschnitten ? Hat der Preisrichter wohl die Vorzüge alle entdeckt und hat sich das Tier von seiner besten Seite gezeigt ? Auf in die Ausstellungshalle , der Züchter ruft seine Tiere mit leiser Stimme und die meißten Tiere seiner Zucht stimmen in ein freudiges Geschrei ein . Die Bewertungen , naja dort ein Punkt mehr , dort ist es okay und bei dem Tier hat der Preisrichter sogar einen Vorzug erkannt , den der Züchter erst jetzt selbst sieht . Prima dieses Gesamtergebnis mit den Pokalen oder auch Bändern hat sich gelohnt . Das Arbeits und,- Zeitintensive Hobby bringt dem Züchter nun den Lohn und die Zufriedenheit . Voller Stolz und Zufriedenheit werden die Tiere nach der Ausstellung wieder behutsam nach Hause gebracht und bestens ge und ,- verpflegt . Die Ausstellungssaison ist vorbei nun sucht der Züchter mit seinem gekonnten Auge seine Zuchttiere für die kommende Saison aus . Welcher Ganter passt zu welcher Gans oder welcher Erpel passt zu welcher Ente ? Hervorragend nun sind die Zuchtstämme zusammengestellt und verpaaren sich . Einige Rugige Monate beginnen , die Tiere werden gesund und mit viel vitaminreichen Futter für die neue Zuchtsaison vorbereitet . Der Züchter beobachtet seine Zuchtpaare ganz genau , die ersten Sonnenstrahlen im zeitigen Frühjahr erwecken bei den Tieren den Trieb der Paarung . Der Tretakt erfolgt des öfteren am Tage und der Züchter hofft das die in wenigen Wochen abgelegten Bruteier auch bestens befruchtet sind . Die Nester werden gebaut , die ersten Eier werden von den Tieren abgelegt . Der Züchter sammelt die Bruteier täglich schon frühs und lagert sie kühl . Täglich werden sie gewendet damit das hoffentlich entstehende Embryo sich bestens entwickelt und nicht im Ei verklebt . Nachdem einige Eier gelagert sind wird die Brutmaschine wie in jedem Jahr zuvor angestellt und die Temperatur und Luftfeuchtigkeit eingestellt . Die neue Brut beginnt und der Züchter blüht wieder auf und freut sich auf die kommende , hoffentlich erfolgreiche Zucht seiner Gefiederten Freunde .

Na sind Sie jetzt nicht auch von der Leidenschaft eines Geflügelzüchters etwas in den Bann gerissen ???